Das Mittagsessen trägt zum Gelingen der oGTS entscheidend bei und stellt für uns eine wesentliche pädagogische Säule unserer Schule dar, denn eine gute Schulverpflegung hat einen großen Einfluss auf Essgewohnheiten, Gesundheit, Ernährungsbildung und unser soziales Miteinander. Wichtig ist uns dabei, das gemeinsame Essen über Vereinbarungen und Rituale zu einem positiven gemeinsamen Erlebnis zu machen, bei dem sich alle wohlfühlen dürfen.

Gemeinsam gegessen wird in der Mensa und in angrenzenden Fachräumen. An die Mensa schließ sich die Küche an, in der die Speisen für die Ausgabe vorbereitet werden. In der Schulgemeinschaft besteht Einigkeit, dass ein nachhaltiges Mittagsmenü einer quantitativen Speisenauswahl vorzuziehen ist. Unter Nachhaltigkeit verstehen wir kindgerechte Speisen, die mit regional beschafften Zutaten in Bio-Qualität lokal zubereitet werden und eine abwechslungsreiche Menüfolge bieten. Als Umweltschule verzichten wir dabei bewusst auf Fleisch.

Die Ausgabe und Begleitung des Essens erfolgt durch Mitarbeiter/-innen des Kooperationspartners. Die Lieferung des täglichen Menüs wird zu einem adäquaten Preis angeboten und durch einen von der Gemeinde Wedemark als Schulträger geschlossenen Speisevertrag mit dem Caterer gesichert.

Bei Schüler*innen, welche Anspruch auf Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) haben, werden seit dem 01.08.2019 die Kosten für das Mittagessen in voller Höhe übernommen. Unmittelbar mit der Anmeldung des Kindes zur oGTS sollten mithin beim zuständigen Leistungsträger die Übernahme der Kosten entsprechend beantragt werden.

Alternativ zu der Bestellmöglichkeit des Mittagessens über den Caterer haben die Kinder die Möglichkeit, für eigene Verpflegung zu sorgen. Wir bieten den Familien hiermit an, eine weitere Brotdose für die Mittagsverpflegung mitzugeben.

Mit unserem Leitgedanken „gemeinsam Schule gestalten“ gehört für uns eine gute Mittagsmahlzeit und Schulverpflegung zur Umsetzung der oGTS.

Das trägt einerseits wesentlich zur Gesundheitserziehung bei und fordert andererseits Regeln zur Hygiene und zum Verhalten.  Gemeinsames Lernen findet also auch während des gemeinsamen Essens statt, auch wenn es auf den ersten Blick nicht offensichtlich scheint. Ein hohes Maß an sozialem Lernen und ein respektvoller Umgang vor, während und nach der Mahlzeit sind für einen gelingenden Mittagstisch unerlässlich.

Das Mittagessen findet in Anlehnung an den Stundenplan in zwei Schichten statt. Die Kinder der ersten und zweiten Schuljahrgänge essen in der Zeit von 12.05 – 12.45 Uhr. Die Kinder der dritten und vierten Jahrgänge essen in der Zeit von 12.45 – 13.30 Uhr.

Die Hygiene- und Verhaltensregeln wurden in der Kinderkonferenz erarbeitet und anschließend in den Lerngruppen besprochen. Sie sind Grundlage für ein gutes Gelingen:

  • strukturierter Ablauf
  • vor dem Essen gründlich Hände waschen
  • Im Rahmen der Gesundheitserziehung wird gefiltertes Leitungswasser in Karaffen auf die Gruppentische gestellt.
  • Prinzip „Free Flow“ (freie Wahl – Selbstbedienung), dabei die Menge beachten, sodass keine Essensreste übrigbleiben
  • mit dem Essen wird erst begonnen, wenn alle am Tisch damit versorgt sind
  • jede/r räumt das eigene Essgeschirr selbst ab

Im Rahmen der Gesundheitserziehung wird gefiltertes Leitungswasser in Karaffen auf die Gruppentische gestellt.

Um das Umweltbewusstsein zu schulen, bzw. in den Fokus zu rücken, werden wir auf Kunststoff und/oder Einwegmaterial verzichten und ausschließlich Geschirr aus Glas und Porzellan einsetzen.

Der Gedanken der Nachhaltigkeit fordert nicht zuletzt, sich auch mit den Essensresten und deren Entsorgung zu beschäftigen.

Weitere Säulen unserer „gesundheitsfördernden Schule" sind:

  • Kochprojekt im dritten Jahrgang

Beim gemeinsamen Kochen in Kooperation mit dem Kulturverein „Brelinger Mitte“ erlernen die Kinder unter der Anleitung von Seniorinnen aus dem Ort die Zubereitung von einfachen Gerichten aus regionalen Lebensmitteln. Mit Hilfe der Lebensmittelpyramide lernen die Schüler*innen die jeweiligen Zutaten den verschiedenen Lebensmittelgruppen zuzuordnen. So können die Schüler*innen die Zutaten reflektieren und nachhaltig ihr Ernährungsbewusst sein schulen und dabei ihre Essensgewohnheiten überdenken.

  • Schulgarten und Glücksgarten

Die Arbeit in den beiden Gärten, das Lernen im grünen Klassenzimmer und die Vernetzung mit dem Kochprojekt in der Brelinger Mitte bilden Synergien, die einen ganzheitlichen Zugang zum Thema Gesundheit und Ernährung darstellen.

  • Gemeinsames Frühstück

Auch am Schulvormittag fördern wir bei den Kindern eine grundlegende Haltung zu gesunder und nachhaltiger Ernährung. Alle Klassen frühstücken morgens vor der 1. großen Pause im Klassenverband. Dabei achten wir auf ein vollwertiges Frühstück und bitten die Eltern dementsprechend um ihr Mitwirken.

  • Schulobst

Im Rahmen des EU-Schulobstprogramms erhalten alle Klassen regelmäßig frisches Obst bzw. Gemüse. Dieses wird in der gemeinsamen Frühstückspause und in den Ganztagsklassen auch am Nachmittag verzehrt.    

  • Trinkwasserspender

Im Verlauf des Schultags gibt es regelmäßige Trinkpausen. Jede/r Schüler*in  hat eine Trinkflasche dabei. In der Mensa steht den Schüler*innen ein Wasserspender zum Befüllen der Flaschen zur Verfügung.